Kaminofen-Typprüfung - was Sie beachten müssen und ob Ihr Kaminofen 2020 ausgetauscht werden muss

28.02.2020 14:56

Kaminofen-Typprüfung - was Sie beachten müssen

Viele Ofenbesitzer fragen sich: Muss mein Ofen im Jahr 2020 getauscht werden?

Mit dem Jahr 2020 endet eine sogenannte Übergangsfrist der Bundesimmissionsschutzverordnung (im Weiteren BImSchV genannt).
Einige Kaminöfen müssen dann stillgelegt werden und dürfen nicht mehr genutzt werden.

Aber woher wissen Sie jetzt, ob der eigene Ofen auch betroffen ist?

Das erfahren Sie durch den Zeitpunkt der sogenannten Typenprüfung Ihres Kaminofens.

Und was genau ist eine Typenprüfung?

Ihr Ofen verfügt über ein Typenschild. Auf diesem Typenschild werden relevante Informationen bereitgestellt.


Sie können daran wie folgt ablesen:

  • Nennwärmeleistung
  • Wirkungsgrad
  • Abgasmenge
  • Zeitpunkt der Typprüfung

Der Hersteller hat bei der Zulassung des Ofens die Typenprüfung bei einem zertifizierten Prüfzentrum in Auftrag gegeben.
Bei der Typenprüfung wurde festgestellt, ob der Ofen oder der Einsatz den geltenden Normen entspricht.

Um zu prüfen, ob Ihr Kamin der auslaufenden Übergangsfrist unterliegt und ob Sie einen neuen Kaminofen kaufen müssen, schauen Sie auf das Typenschild.

Als Beispiel nehmen wir einen Kaminofen, welchen Sie im Jahr 1999 gekauft haben. Die Typprüfung wurde lt. Typenschild allerdings bereits im Jahr 1993
vorgenommen. Dieser Kaminofen wäre jetzt ein Fall für die auslaufende Übergangsfrist. Denn entscheidend ist nicht das Kaufdatum, auch nicht das
Inbetriebnahmedatum, sondern das Datum, wann die Typprüfung erfolgt ist.

Finden Sie an Ihrem Kaminofen kein Typenschild?

Wenden Sie sich bitte in so einem Fall an Ihren Schornsteinfeger. Dieser kann über die Abgasmessung feststellen, ob die Feuerstätten
nachgerüstet oder stillgelegt werden muss.

Was gab es für eine Übergangsfrist von der BImSchV?

Die 1. BImSchV ist besonders im privaten Bereich von besonderer Relevanz. Diese legt alle Anforderungen fest,
welche in kleinen und mittleren Feuerstätten im Wohnbereich erfüllt sein müssen.  Die zweite Stufe der 1. BImSchV
gilt seit 2015. Diese legt verschärfte Grenzwerte für Kohlenmonoxid und Feinstaub fest. Um damit nicht aber alle
alten Öfen stillzulegen, hat der Gesetzgeber einige verschiedene Übergangsfristen festgelegt.

Somit läuft nun mit dem Jahr 2020 eine solche Übergangsfrist für Feuerstätten mit einer Typprüfung von 1985 bis
einschließlich 1994 ab. Das heißt, dass diese Öfen zum Jahresende die gültigen Grenzwerte für Emission der
zweiten Stufe der 1. BImSchV erfüllen müssen.

  • Kohlenmonoxid: 1,25 Gramm je Kubikmeter Abgas
  • Feinstaub: 0,04 Gramm je Kubikmeter Abgas
  • Wirkungsgrad: 73 Prozent

Gibt es Ausnahmen?

Es gibt eine Ausnahmeregelung für offene Kamine, Küchenherde, Kachelöfen und andere historische Feuerstätten, welche
vor 1950 gesetzt und in Betrieb genommen worden sind.

Was ist zu beachten, wenn ich der Pflicht nicht nachkomme?

Kommen Sie der Pflicht über das Nachrüsten oder des Stilllegen Ihres Kaminofens nicht nach, kann die Behörde
eine Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro verhängen.


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